Nach dem Geschäftsbericht des Passau Tourismus e.V. wurde beschlossen, daß die Stadt den Prozess zur Gründung einer Europaregion "Donau-Moldau" begleitet.
Heiß diskutiert wurde wieder das Martketingskonzept, das aus dem Runden Tisch Einzelhandel hervorging. Ich wies darauf hin, daß die Stadt Passau vom Tourismus lebe und dementsprechend hier investieren müsse. Auch eine Fremdenverkehrsabgabe könne man allen Betrieben "verkaufen", wie andere Städte bewiesen. Die Einnahmen seien nötig, um die Stadt sinnvoll zu bewerben. Die Verwaltung ist allerdings der Auffassung, daß man das nötige Geld auch so aus dem Haushalt herausschneiden könne. Ich glaube das nicht. Auch widersprach ich der Darstellung, daß eine Fremdenverkehrsabgabe als Abgabe für den Einzelhandel verstanden werden könnte. Denn das Konzept entstand aus dem Einzelhandel, es wurde aber erkannt, daß nur ein Gesamtkonzept für Handel, Tourismus, Gastronomie und Hotelerie sinnvoll ist. Der OB meinte zwar, daß Hotels gut ausgelastet sein und dadurch nicht so stark profitieren würden, die Tage später veröffentlichten Zahlen, daß die Übernachtungsdauer in Passau unterdurchschnittlich schlecht ist, widerlegten ihn nachträglich. Auch sonst verstanden viele Stadträte den Sinn noch nicht ganz oder haben das Konzept nicht gelesen, wie z.B. Stadrat Dittlmann, der in seiner Wortmeldung wenig Kompetenz bewies.
Nun wurde einstimmig beschlossen, die Maßnahmen für den Einzelhandel und Konzepte weiterzuentwickeln, die Finanzierung über eine Fremdenverkehrsabgabe aber wurde ausgeklammert.
Für die Reaktivierung der Lokalbahn Hauzenberg-Passau sprach ich mich massiv aus, denn dies ist Tourismusförderung und Schaffung von Infrastruktur pur - im Gegensatz zu Straßenbaumaßnahmen, die viel teurer seien. Nur Stadtrat Dittlamm ("warne vor den Kosten" - aha, sonst leider nicht, nur bei der Bahn) stimmte gegen die kleine Bezuschussung i.H.v. 3000 Euro für die Entwicklung eines Konzeptes, das der Landkreis entwickeln möchte.
Auch der letzte Punkt wurde intensiv diskutiert: Einige Schausteller wollen den Wochenmarkt vom Domplatz auf den Klostergarten verlegen lassen. Stadtrat Dickl gab das Ansinnen von Standbetreibern weiter. Allerdings spricht sich die Verwaltung dagegen aus. Ebenso der OB, der feststellte, daß die Stadt der Anbieter des Wochenmartkes sei und deshalb festlege, wo die Märkte stattfinden und wo nicht. Die überwiegende Meinung ging klar in Richtung Domplatz, nur die Stadträte Dittlmann, Koopmann und Fischer waren für eine Verlagerung. Gerade die Gegenstimme von Stadtführer Koopmann ist sehr verwunderlich, denn der Wochenmarkt ist auch eine touristische Attraktion. Auch wurde die Nahversorgungsfunktion für die Altstadt bezweifelt - auch das ist völliger Blödsinn. Und natürlich die Parkplatzsituation sei mehr als schlecht. Dieses Argument ließ ich nicht zählen, denn am Klostergarten ist diese nämlich noch schlechter. Und wird es keine Überlegungen geben, den Wochenmarkt zu verlegen.
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