Neben verwaltungstechnischen Punkten stand eigentlich nur ein Tagesordnungspunkt zur Diskussion an. Stadtrat Frankenberger stellte den Antrag die Vorgänge in der Event extern mit dem Ziel nach Schadensersatz gegen Gevatter und Zankl prüfen zu lassen. Diesen änderte er aber in der Sitzung ab, dass durch einen internen Juristen der Stadt ergebnisoffen geprüft werden soll. Der TOP wurde auf Antrag der CSU vom nichtöffentlichen Teil in den öffentlichen verlegt, was zwar die überwiegende Zustimmung, aber mehrheitlich Verwunderung auslöste. Sinn war, daß Herr Zankl eine unmöglich lange Verteidigungsrede hielt, die eigentlich gar nicht zum Thema passte. Dann versuchte die CSU mit Lärm und einer blamablen Wortmeldung von Stadtrat Scheuer deutlich zu machen, daß es sich nun um einen neuen Antrag von Stadtrat Frankenberger handeln würde. Dem wurde widersprochen. Ein später folgender Antrag von Stadtrat Fischer den Antrag zurückzustellen wurde dann auch mit 16:28 Stimmen abgelehnt. Auch Stadtrat Stadler meldete sich zu Wort, holte mehr als nötig aus, um von seiner ablehnenden Haltung auf Zustimmung zum geänderten Antrag umzuschenken.
Mein Fraktionskollege Synek erklärte, daß die Event kein „Sale&Lease-Back“ Verfahren, sondern ein „Sale&Rent-Back“ ausgehandelt hatte, was der Stadt in Zukunft noch einen ungewissen Betrag kosten werde, wenn die Halle nach Ablauf der Mietzeit auch wieder in den Besitz der Stadt gehen soll. Dem Aufsichtsrat wurde allerdings immer vom Leasing erzählt. Zudem wurde dieser auch nicht darüber informiert, daß die entstehenden Nebenkosten von 900000 Euro nicht wie üblich der Käufer, sondern hier der Verkäufer zahlen mußte. Dies sei nun juristisch zu prüfen.
Kritisiert wurde auch, daß der Antrag nicht nötig sei, weil diese Prüfung wohl ohnehin gekommen wäre, aber eben nicht so schnell wie jetzt.
Der Antrag wurde nach zirka 90 Minuten teilweise unerträglicher und peinlicher Diskussion mit 31:12 angenommen.


