Nach Antragstellung unsererseits gab es mehrere negative Presseartikel, u.a. mit Herrn Feurerer als "großen Warner". Das hätte er besser mal bei ECE machen sollen. Hierzu unsere Reaktion, leider ist auch die PNP in ihrer Meinung voreingenommen und berichtet nicht objektiv.
„`Um Gottes Willen, ein Investor klopft an`, so oder so ähnlich ist wohl die Reaktion von Stadtrat Alois Feurer und vielen CSU-Anhängern zu verstehen, wenn man Ihre Aussagen bezüglich der Ilztalbahn hinterfrägt“ meinet Grünen Stadtrat Karl Synek. Als Hauptargument dient seit Monaten die angeblich zweifelhafte Kostenschätzung der Instandsetzungsmaßnahmen an der Strecke. 800.000€ aus einem offiziellen Fachgutachten der Ilztalbefürworter stehen 6 bis 11 Millionen auf der Gegenseite gegenüber. Diese wird von Herrn Hauck vertreten, der ein Grundstück erworben hat, durch das die Bahn führt. „Obwohl Herr Hauck von mir wiederholt aufgefordert worden ist, sein Zahlenwerk zu veröffentlichen, hat er dies bisher unterlassen. Er wird wohl seine Gründe dafür haben. Deshalb gehe ich davon aus, dass es kein seriöses Kostengutachten über diese Millionenbeträge gibt“, so Karl Synek. Sein Fraktionskollege Stephan Bauer spricht sogar von bewußten Falschmeldungen, damit Hauck seine persönlichen Interessen durchsetzen könne. „Das unglaubliche ist, daß sich Passauer Stadträte derart vor dessen Karren spannen lassen und öffentlich gegen eine Reaktivierung der Ilztalbahn aussprechen, aber auf Nachfragen überhaupt keine Ahnung vom Thema Ilztalbahn haben“. Es sei merkwürdig, dass gerade den Leuten, die mit offenen Karten spielen falsche Zahlen vorgeworfen werden.
Dem Wirtschaftsministerium liegen keine Gutachten vor, die höhere Zahlen belegen würden, im zuständigen Ausschuß des Landtages hat sich deswegen sogar Erwin Huber wegen seiner Behauptungen blamiert und mußte sich von seinen Mitarbeitern über die Realität aufklären lassen.
Persönlich diffamiert fühlen sich auch die Grünen Stadträte als Mitglieder im Förderverein der ITB, der mit 450 Mitgliedern gut aufgestellt ist und mit viel Eigenleistung die Bahnstrecke auf weiten Teilen ehrenamtlich befahrbar machen wird. „Soviel privates Engagement der Bürger wie in diesem Verein ist selten geworden, das zeigt doch die Bedeutung der Strecke.“, meint die Antragstellerin Erika Träger.
Nach Meinung der Grünen sind die beiden Ziele der Ilztalbahnfreunde eine der innovativsten Ideen der letzten Jahre für die gesamte Region. Zum einen wird der Wirtschaftsstandort durch diese außergewöhnliche Touristenattraktion gefördert werden, zum anderen dient diese neue Verkehrsverbindung dem Zusammenkommen der beiden Länder Deutschland und Tschechien. Die Ilztalbahn hat ein enormes touristisches Potential! „Die Gesellschafter der ITB-GmbH handeln als Unternehmer auf eigenes Risiko. Es gibt weder eine gesetzliche Grundlage, noch irgendwelche Verträge, aus denen ein Finanzierungszuschuss der Gemeinden an der Strecke abgeleitet werden könnte. Die Leute leisten nicht nur einen riesigen Arbeitsaufwand für die Vorplanungen, sondern sie investieren auch noch ihr eigenes Geld“, so Karl Synek und deshalb ist völlig unverständlich, daß diesem Investor dauernd Knüppel zwischen die Füße geworfen werden. „Sonst rollen wir gewöhnlich den roten Teppich aus, aber in diesem Fall spielt wohl eine gewisse Abneigung gegen die Bahn eine maßgebliche Rolle“, ergänzt Stephan Bauer und daß die Betreiber, die Rhein-Sieg-Eisenbahn, wohl durchaus Rechnen könnten, da es nicht deren erste Linie sei.
„Hier besteht keinerlei Risiko für Passau, es entstehen nur viele Möglichkeiten für unsere gesamte Region: Freyung mit Landkreis und Waldkirchen haben dies längst erkannt!“, mit diesem Satz verweist Erika Träger auf den Wortlaut des Antrages, der viele Vorteile der Reaktivierung in der Begründung aufzeigt.
Nach Ansicht der Grünen wird die Bahn nicht mehr aufzuhalten sein, man kann sie nur noch behindern. Gelder aus verschiedenen Fördertöpfen im Rahmen der bestehenden Richtlinien, vor allem von der EU, würden einen positiven Effekt auslösen. Im Übrigen fordern wir Grünen dazu auf, sich richtig zu informieren, mehr Sachlichkeit walten zu lassen und nicht das Haar in einer Suppe zu suchen, die einige Profiköche kostenfrei anbieten.
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