Heute waren wie immer einige Bauanfragen auf dem Plan, den meisten wurde einstimmig zugestimmt, problematische wurden im Vorfeld zurückgezogen oder verändert oder werden nächstes Mal besichtigt.
Eine neue Spielothek in Heining wollte ein Teil des Ausschusses verhindern und durchaus einen Rechtsstreit riskieren, denn eigentlich will niemand neue Spielhallen und so stimmten gegen den Antrag Reischl, Robl, Wagner und beide Bauer. Allerdings besteht wohl ein Anspruch auf Genehmigung und deshalb stimmte die Mehrheit dafür, allerdings unter Vorgabe, daß die Verwaltung alle Möglichkeiten der Begrenzung ausschöpft.
Ausführlich diskutiert wurde der Antrag Feurers, der den Gestaltungsbeirat wiederbeleben möchte und dementsprechend drei Fachleute benannt werden sollen. Dies sind externe Architekten, was bei jeder Sitzung ca. 3000 Euro Kosten verursacht. CSU und ÖDP stimmten dagegen. Die Mehrheit will aber bei kritischen Bauobjekten auch gerne eine zusätzliche Expertenmeinung von außen. Zudem wird der Beirat mehr oder weniger nur bei Bedarf zusammenkommen und auch gleich mehrere Themen behandeln, was die Kosten weiter relativiert, wie ich auf Nachfrage erfahren konnte. Kosten können aber nur umgelegt werden, wenn ein Bauwerber eine außerordentliche Sitzung benötigt. Der Gestaltungsbeirat gibt Tipps und Denkanstöße, womit in der Vergangenheit schon mehrere Großprojekte verschönert
werden konnten.
Die Einführung in die Sitzung erfolgte nach dem nichtöffentlichen Teil von Herrn Löwe, der uns die Daten der Beleuchtung Passaus vorstellte. Wieviel Stromverbrauch, welche Leuchtmittel, welche Kosten usw. usf. Ein sehr aufschlußreicher und interessanter Vortrag. Dabei erfuhren wir auch, daß die LED-Technik zwar sehr interessant ist, aber wegen der hohen Anschaffungskosten noch nicht völlig im Blickfeld der Stadt steht, aber bereits getestet wird. Zahlen aus dem Vortrag: In der Stadt haben wir 11.156 Leuchtmittel, die 3.777.498 kWh im Jahr 2008 für 461.664,78 Euro verbraucht haben. Der Stromverbrauch wird jährlich reduziert durch bessere Technik, n ur leider wird der Strom immer teurer, so daß finanziell noch kaum eine Entlastung erzielt werden konnte.


