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Zeughaus

Das Zeughaus erfüllt als das einzige Jugendtreff im Zentrum eine wichtige Funktion. Es ist die öffentliche Anlaufstelle für Jugendkultur in Passau. Das Angebot umfasst Proberäume für Bands, Cafe, Billard, Kicker, Skate-Rampe, und eine Veranstaltungs-Bühne. Jugendliche können sich hier verwirklichen und ihre Talente austesten. Die Bühne und die Soundanlage spielen dabei ein sehr wichtige Rolle: wo sonst können junge Bands vor Publikum auftreten, ohne viel Geld für Location und Technik auf den Tisch legen zu müssen?

Zusätzlich bietet das Zeughaus auch bekannten nationalen und internationalen Künstlern eine Bühne und wertet somit die hiesigen Szenen enorm auf. Leider muss das Zeughaus aber bereits um 23 Uhr Konzerte beenden! Die Attraktivität des Zeughauses als Veranstaltungsort ist damit dahin. Zuschauer bleiben aus, weil die Konzertzeiten nicht akzeptiert werden. Wenn andernorts in Passau die Stimmung steigt, ist im Zeughaus bereits alles still. Selbst Zugaben sind nicht möglich, so strikt ist die Regelung, die auf Initiative eines CSU-Stadtrats, erlassen wurde. „Um 23 Uhr ist Schluss!“. Es wäre interessant zu wissen, ob für das geplante Konzerthaus eine ähnliche Regelung vorgesehen gewesen wäre?

Jugendkultur muss genauso akzeptiert und gefördert werden wie „klassische“ Kultur. Jugendkultur ist ein wichtiges Allgemeingut.

Die „23 Uhr-Regelung“ muss weg, im Interesse der Passauer Jugend!

Jugendtreffs in allen Stadtteilen

Treffpunkte sind für Jugendliche äußerst wichtig. Und zwar nicht nur im Zentrum, auch in den Stadtteilen. Treffs können überall verschieden aussehen, egal ob ein Bauwagen, ein Zimmer oder ein eigenes kleines Häuschen mit Freifläche oder Sportplatz.

Die Hauptsache ist, dass es welche gibt; dass sich Jugendliche treffen können, ohne von Erwachsenen überwacht oder sogar vertrieben zu werden. Treffpunkte an den Rand der Stadt bzw. der Stadtteile zu verlegen ist kontraproduktiv. Es zeigt sich deutlich, dass diese Einrichtungen nicht mehr gut ankommen. Jugendliche wollen sich dort aufhalten, wo „Leben“ ist. Diese Tatsache gilt es zu akzeptieren und zu respektieren! Könnte man sich auch ein Konzerthaus am Rande der Stadt vorstellen? Nein! Werden wir uns dieser Umstände bewusst und handeln produktiver, schaffen wir mehr zeitgemäße Jugendtreffs, mit besserem Image und mehr Akzeptanz.

Veranstaltungen

Neben dem Zeughaus muss Passau weitere Veranstaltungsorte bereitstellen. Möglichkeiten gäbe es genug, zum Beispiel in ungenutzten Gebäuden der Stadt. Neben Musikveranstaltungen gehören auch Sportevents zu einer attraktiven Stadt. Egal ob Fußball- oder Basketballturniere, Skate Contests oder der Besuch eines Eishockeyspiels. Stellen wir ein attraktives und vielfältiges Programm zusammen, das auch den Wünschen unserer Jugend entspricht.

Die Erreichbarkeit muss durch Nachtbusse garantiert werden, denn wenn man nach einer Party nicht nach Hause kommt, verliert jedes Programm an Attraktivität.

Sozialpädagogen & Streeworker

Gute Jugendarbeit in einer Stadt mit über 50.000 Einwohnern braucht mehr als einen „Streetworker“. Warum wundern und beklagen sich Bürger über zunehmende Gewalt?

Jugendarbeit hat eben auch eine präventive Wirkung. "Streetwork" verhindert Problemfälle, nicht, indem sie von "oben meckert", sondern mit viel Akzeptanz eine Nähe schafft, die es erlaubt, Probleme zu thematisieren. Viele, die wegen Kleinigkeiten in Schwierigkeiten geraten, brauchen eine helfende Hand. Wenn es Zwischenfälle gibt, wie in letzter Zeit in Passau am ZOB, ist verstärkt die Sozialarbeit gefragt. Mehr Personal kann diese negative Entwicklung eindämmen und langfristig umkehren.

Neue Ideen

Gerade in der Jugendkultur kann man neue Ideen einfach umsetzen. Wir haben bereits gutes sozialpädagogisches Personal in Passau. Wir brauchen trotzdem mehr "zupackende Hände" zur Unterstützung. So kann man Entwicklungen erkennen und neue Wege beschreiten. Mit voller Unterstützung der Politik.