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mehr Alternativen für Passaus Jugend

Es ist schon sehr frustrierend, wenn man sich in der Innenstadt aufhält und nach geeigneten Plätzen Ausschau hält, auf denen man sich austoben kann. Es würde schon eine große Wiese reichen. Diese findet man nur leider nicht, höchstens beschränkte Rasenstücke und viel Verkehr. Passau ist, was den Freizeitwert junger Passauer angeht, nicht sehr einladend.

Unter Freizeit sollten nicht nur Stadtbesichtigung, Konsum und „shoppen“ zu verstehen sein, Freizeit in Passau sollte mehr bieten. Sport ist zum Beispiel eine gute Alternative in der Freizeitgestaltung junger Menschen. Sport macht am meisten Spaß, wenn man ihn auf guten Anlagen ausüben kann, die auch schnell erreichbar sind. Mit Kumpels, zwanglos und nur zum Spaß, aus Liebe zum Spiel, auch im Hinterhof.
Machen wir es unserer Jugend leicht, sich auf guten Plätzen sportlich zu betätigen und dort ihren Bewegungsdrang auszuleben.

Fördern wir eine gesunde Entwicklung unseres Nachwuchses.

Sportmöglichkeiten ohne Vereinszwang

Fußball und Basketball sind die absoluten Lieblingssportarten. Die Stadt Passau ist hier gefordert, mehr öffentliche Möglichkeiten zu schaffen, die es jungen Menschen erlaubt, diverse Sportarten auch ohne Vereinsmitgliedschaft auszuüben. Viele wollen aus verschiedenen Gründen keinem Verein angehören. Dies ist zu respektieren. Die Ausübung sollte dennoch gefördert werden.

Auch Trend- und Randsportarten, wie Skaten sind zeitgemäße und unterstützungswerte Betätigungen. Im Sommer sind die Möglichkeiten wesentlich größer als im Winter. Ohne Verein ist es praktisch unmöglich, im Winter in städtischen Turnhallen Freizeitsport zu betreiben. Da auch Vereine Schwierigkeiten haben, gute Hallenzeiten zu bekommen, halte ich eine neue öffentliche Turnhalle für sinnvoll.

Öffnung der städtischen Sportanlagen

Wer wurde noch nicht von einem „grantigen“ Hausmeister beim Sport vertrieben? Der Mangel an ordentlichen Sportanlagen zwingt viele dazu, über Zäune auf schulischen Anlagen zu klettern.

Setzen wir an diesem Punkt an und gehen neue Wege: die zahlreichen städtischen Schulsportanlagen sollten von Freizeitsportlern, von Jung & Alt genutzt werden können. An Wochenenden, in den Ferien, sowie während der Schulzeit ab 17 Uhr, sollten diese für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Die Plätze sind meistens gut erreichbar und in einem guten Zustand. Zur Sicherung der Anlagen wäre eine Anmeldung der Spieler im Vorfeld unter Nennung eines Verantwortlichen nötig, ähnlich wie bei einer Turnhallennutzung. Regeln zur Sauberhaltung und Abnutzung von Rasenflächen gewährleisten eine reibungslose Nutzung.

Skeptiker meinen vielleicht, dieses Vertrauen sei nicht gerechtfertigt. Meine Erfahrung zeigt mir aber, dass die Passauer Jugend sehr wohl verantwortungsbewusst und zuverlässig ist.

Bessere Pflege und Wartung

Die öffentlichen Sportanlagen (Bolz- und Streetballplätze) Passaus sind in einem erbärmlichen Zustand. Davon kann sich jeder selbst überzeugen!

Auf vielen Anlegen sind Körbe und Tore beschädigt; Netze sind oftmals überhaupt nicht installiert. Das muss sich ändern. Ebenso muss der Boden häufig begradigt, Löcher müssen ausgebessert und Rasenplätze neu bepflanzt werden. Oft sind Unebenheiten, vor allem im Torraum von Bolzplätzen, nur mit Sand aufgeschüttet. Dadurch verwandelt sich der Platz, je nach Wetterlage in einen Staubwirbel oder in ein Matschloch mit enormer Verletzungsgefahr. Bänderrisse, sogar Knochenbrüche waren die Folge. Rasenflächen müssen regelmäßig gepflegt und gemäht werden. Teilweise wird erst auf Nachfrage in der Stadt der Rasen gemäht, bis dahin muss man im kniehohen Gras Fußball spielen.

Auch müssen Begrenzungen bzw. Zäune an manchen Plätzen installiert werden, damit Bälle nicht über Straßen rollen und die Spieler somit erheblichen Gefahren aussetzen. Im Bschütt würde ein Zaun den Spielern manchen Sprung in die Ilz ersparen, die einen sich dorthin verirrten Ball wieder herauszufischen müssen.

Sportplätze werden häufiger benutzt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

günstigere Eintrittspreise

Jugendliche richten ihre Aktivitäten natürlich auch danach aus, ob etwas teuer ist und es sich mit dem verfügbaren Taschengeld vereinbaren lässt. Daher sollte man die Ermäßigungen städtischer Einrichtungen für Jugendliche verstärken.