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Für einen stärkeren Einzelhandel

Die Innenstadt lebt vom Einzelhandel. Die Mieter der Gewerbeflächen bezahlen mit Ihren Mieten zu einem großen Teil den Erhalt der Häuser und sorgen für ein lebenswertes Umfeld der Bewohner. Ohne Handel gäbe es kein Leben in der Innenstadt. Geschäfte ziehen viele tausende Menschen täglich nach Passau. Deshalb darf der Handel nicht länger mit Verordnungen und Abgaben gegängelt werden, sondern muss gezielt unterstützt und entlastet werden.

Stressfreies Parken

Für jeden Kunden stellt sich vor einem Einkauf die Frage nach der Parkplatzsituation. Ausreichend Flächen sind in Passau vorhanden. Aber diese kosten, und zwar oftmals nicht zu knapp. Darum meiden viele Menschen Passau und bevorzugen die Gratisparkmöglichkeiten auf der grünen Wiese oder in Nachbarstädten (z.B beim Garhammer in Waldkirchen oder in der Linzer PlusCity). Mit der Reduzierung der Parkgebühren und teilweise kostenfreiem Parken können wir Kunden zurück nach Passau holen und den Standort Passau attraktiver machen (siehe auch Thema Verkehr).

Stärkere Unterstützung der Händler seitens der Stadt Passau

Die Händler brauchen einfach mehr Unterstützung der Stadt, in finanzieller und organisatorischer Hinsicht: Bis jetzt zahlen zum Beispiel die Händler die Weihnachtsbeleuchtung (Kosten für Organisation, Montage, Lagerung und Strom) komplett selbst, damit die Stadt ein stimmungsvolles Ambiente erhält. Die Stadt Passau muss dem Rechnung tragen und sich finanziell an der Weihnachtsbeleuchtung beteiligen.

Die Werbetafelsatzung muss erneuert und gelockert werden. Allerdings muss das Stadtbild gewahrt bleiben. Anstatt generell neue Werbetafeln und Ständer abzulehnen, sollte im Einzelfall entschieden werden. Für viele Händler sind Hinweisschilder lebensnotwendig. Wegweiser für die Seitengassen müssen deshalb als Kundenservice eingeführt werden.

Generell sind die Gebühren für Ständer in 1B und 1C-Lagen zu teuer und überflüssig. Hier sind kleine Händler betroffen, die ohnehin zu kämpfen haben. Schaffen wir diese Gebühren ab. Schaufensterbeklebung ist teilweise kostenpflichtig. Auch diese Verordnung muss abgeschafft werden.

Während Sonderveranstaltungen wie dem Christkindlmarkt sollte die Ausweitung des Gebietes, das die Öffnung der Geschäfte am Sonntag erlaubt, ausgeweitet werden. Händlern mit touristischem Angebot sollte es in dieser Zeit in der historischen Innenstadt von der Ortspitze bis zur Linie Heilig-Geist-Gasse/Brunngasse möglich sein, Sonderöffnungen an Sonn- und Feiertagen zu erlangen. Eine Daueröffnung ist aber nicht wünschenswert.

Citymarketing

Der Citymarketing Passau e.V. (CMP) ist ein großer Gewinn für Passau. Ohne ihn gäbe es keinen „Red Bag Day“, keine Weihnachtsbeleuchtung und keine Renovierung der Fußgängerzone („Leben findet innenstadt“). Der CMP kümmert sich um Leerstände und kämpft für Ladeninhaber gegen sinnlose Verordnungen. Mit über 150 Mitgliedern ist er relativ stark.

Trotzdem benötigt der CMP Zuschüsse der Stadt Passau, um weiterhin viele Attraktionen und Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Dies muss auch in Zukunft gewährleistet werden.

Erhalt der Vielfalt

Unser Handel in und um die Fußgängerzone muss erhalten bleiben. Diese enorme Vielfalt der Passauer Geschäfte ist tatsächlich selten geworden, aber in Passau findet man noch die guten Dinge in vielen Fachgeschäften. Das soll auch so bleiben. Zur Unterstützung dieser Vielfalt tragen auch interessante Magneten bei. Diese sind bekannte und hochwertige Ketten wie Müller oder Kaufhof. Solche Riesen bringen Frequenz und Laufkundschaft für die Nachbarn. Überdimensionierte Einkaufscenter erreichen leider genau das Gegenteil, auch wenn sie mitten in der Stadt gebaut werden. Attraktivität erreicht man auch durch Flächenmanagement, um Leerstände zu vermeiden und Neueröffnungen gezielt abzustimmen.

Versuchen wir zusätzliche Magneten in die Innenstadt zu holen. In diesem Zusammenhang ist das geplante Hotel in der Theresienstraße wünschenswert und muss unbedingt realisiert werden.